Schloss Wackerbarth – Sächsischer Wein und Lebensfreude

Schloss Wackerbarth liegt etwas weiter vom historischen Stadtzentrum Dresdens entfernt, ist aber dennoch ein interessantes Stück des königlichen Lebens in Dresden. Ähnlich wie der Große Garten war Wackerbarth für die Oberschicht eine Flucht aus dem geschäftigen Stadtzentrum. Graf August Christoph von Wackerbarth suchte nach einem Ort, an dem er seine älteren Tage in Frieden und Vergnügen verbringen konnte. Er entschied sich schließlich für diesen Ort und beauftragte den Hofarchitekten, das Herrenhaus im 18. Jahrhundert zu entwerfen. Neben einem Weinberg in Hanglage umfasst das Land einen Garten mit perfekt runden und dreieckigen Büschen. Sehr beeindruckende Gartenarbeit.

Das Schloss Wackerbarth heute

Heute ist Schloss Wackerbarth im Wesentlichen ein öffentlicher Park, in dem Sie sich entspannen oder einen Spaziergang entlang des Weinbergs machen können. Es ist immer noch ein Weingut und einer der schönsten Orte, um die 850-jährige Geschichte des sächsischen Weinbaus zu erkunden. Sommer und Herbst sind die besten Jahreszeiten für einen Besuch, wenn es viele Käse- und Weinproben, Open-Air-Konzerte und Ballettaufführungen gibt.

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Von Stromer7Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Link

Öffnungszeiten und Führungen im Schloss

Der Gutsmarkt auf Schloss Wackerbarth ist täglich von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Das Hostel im Keller ist von Donnerstag bis Samstag ab 12 Uhr geöffnet. bis 21 Uhr und Sonntag von 10 bis 18 Uhr Der Besuch des Kellers ist kostenlos. Während der Öffnungszeiten ist hier eine Besichtigung des gesamten Weinguts Wackerbarths möglich. Gebäude in der Umgebung selbst, wie das Schloss Wackerbarth, sind nicht öffentlich zugänglich, können aber auch als Teil einiger der angebotenen Führungen angesehen werden.

Im Schloss Wackerbarth werden verschiedene Führungen angeboten. Unter anderem werden Wein- und Sekttouren, ein Besuch des Schlosses und der Gärten sowie eine Wanderung in den Weinbergen mit Verkostung angeboten. Für Führungen ist eine telefonische Registrierung unter 0351 – 89550 erforderlich.

  • Weintouren
  • Champagnerbesuche
  • Besichtigung des Palastes und der Gärten

Es werden auch andere Touren angeboten. Termine und Preise finden Sie auf der Website vom Schloss Wackerbarth.

Die Vergangenheit des Schlosses

Schloss Wackerbarth war ein Barockschloss, das nach dem sächsischen Herzog August Christoph Graf von Wackerbarth (1662-1734) benannt wurde. Die in der Stadt Dresden nördlich der Elbe gelegene Burg wurde von den sächsischen Herzögen als Residenz genutzt. In der Nähe der Weinberge von Radebeul bietet Wackerbarth wunderschöne Gärten und ist bis heute mit der Weinproduktion verbunden. Die zwischen 1723 und 1729 erbaute Burg selbst wurde im Zweiten Weltkrieg durch die alliierten Bombenangriffe im Februar 1945 zerstört. 1963 wurden die Ruinen der Burg abgerissen und es wurden keine Wiederaufbauversuche unternommen, obwohl andere ähnliche Paläste in Dresden wieder aufgebaut wurden.

Das Schloss und die Geschichte des Weines auf Wackerbarth

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Von Jbergner at de.wikipedia, CC BY-SA 3.0, Link

Exquisit sächsisch – das war schon immer das Motto auf Schloss Wackerbarth in Sachsen. Es steht für die Lebensweise des Burgbauers, Feldmarschalls und Staatsministers Graf Christoph August von Wackerbarth. Das Motto setzte sich jedoch mit der Lebenslust des sächsischen Königs fort und wird vom modernen Anwesen immer noch fortgesetzt. Schloss Wackerbarth ist weit über die Grenzen Sachsens hinaus für seine Premiumweine sowie für seine erstklassigen Schaumweine (sekt) bekannt. Schloss Wackerbarth, das den traditionellen Markennamen und die Räumlichkeiten der Sektkellerei Bussard geerbt hat, gilt als ältester Sektenhersteller in Sachsen – und als zweitältester in ganz Deutschland.

Die Geschichte von Schloss Wackerbarth beginnt 1727, als der Graf von Wackerbarth das Land und die Weinberge in der Umgebung kaufte. Der Graf, Minister des sächsischen Königs August der Starke und Gouverneur von Dresden, baute zwischen 1727 und 1730 Schloss Wackerbarth als Altersresidenz. Er stellte zwei berühmte Baumeister für diesen Job ein: Johann Christoph Knöffel, den Hauptvertreter des sächsischen Rokoko, der entwarf das Schloss und die verschwenderischen Gärten, während Matthäus Daniel Pöppelmann, der Erfinder des berühmten Dresdner Zwingers, den kleinen Pavillon, das Belvedere, über den Weinbergterrassen schuf. Legenden erzählen von exzessiven Festen voller Pracht, die vom Kurfürstengericht arrangiert wurden – Schloss Wackerbarth sollte bald nicht nur ein Tempel der Lebensfreude, sondern auch des Weins werden.

Obwohl die Geschichte des Schlosses ein Auf und Ab blieb, blieb der Wein konsistent. 1836 wurde in der Nähe von Niederlößnitz die sogenannte Sektkellerei Bussard gegründet. Das Werk Niederlößnitz sorgte mit seiner Sektherstellung nach der klassischen Flaschengärmethode für Aufsehen: Immerhin bekamen die Sachsen keinen anderen als den französischen Monsieur Mouzon aus Reims im Herzen der Champagne als Kellermeister. Im Jahr 1846 wurden maximal 150 000 Flaschen produziert.

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Von Brücke-OsteuropaEigenes Werk, CC0, Link

Es bestand bis nach dem Zweiten Weltkrieg, dann wurde Bussard 1972 vom Staat enteignet. Dies war der Beginn der Zusammenarbeit mit dem benachbarten Schloss Wackerbarth, das 1927 selbst zum staatlichen Weingut geworden war. Die Keller und ihre Rätselregale zogen um, haben aber die Bussard-Tradition der klassischen Flaschengärung bis heute fortgesetzt.

Seit den späten 1990er Jahren stehen Modernisierung und Qualitätsproduktion im Mittelpunkt des Sächsischen Staatsweinguts Schloss Wackerbarth, wie die neuen hochmodernen Weinproduktionsanlagen mit ihren riesigen Kellern darunter zeigen. Im Jahr 2002 öffnete es als erstes Weingut zum Thema Wein in Europa seine Türen und bot Weinseminare, Feste, aufregende Verkostungen und prickelnde Veranstaltungen in einem außergewöhnlichen Ambiente. Schloss Wackerbarth ist zu einem Synonym für das Erleben von Wein mit allen Sinnen geworden – es serviert Weine aus rund 90 Hektar umliegenden Weinbergen, darunter die berühmten Sektenmarken Schloss Wackerbarth, Bussard und August the Strong.

Heiraten im Schloss Wackerbarth

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Von Bybbisch94, Christian Gebhardt, Sandra SeitzEigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Link

Das Schloss Wackerbarth ist ein großartiger Ort, um eine Hochzeit zu feiern – In der Nähe von Dresden und umgeben von malerischen Weinbergen hat dieses Weingut einen ganz besonderen Charme. Hier können Sie im Belvedere nicht nur feiern, sondern auch standesamtliche Hochzeiten feiern. Kostenlose Hochzeiten sind auch im Schlossgarten möglich.

Das Weingut Schloss Wackerbarth ist besonders bekannt für seine hervorragenden Weine und Schaumweine, kurz gesagt, ein Traumort für eine unvergessliche Hochzeit und atemberaubende Hochzeitsfotos!

Wo liegt das Schloss Wackerbarth

Das Schloss Wackerbarth liegt in Radebeul, in unmittelbarer Nähe zu Dresden. Radebeul liegt von der Dresdner Altstadt etwa 10km entfernt und ist mit dem Auto in 20 min zu erreichen. Von Dresden kommend befindet sich das Schloss Wackerbarth fast am Ende von Radebeul.

Adresse: Wackerbarthstraße 1, 01445 Radebeul – Tel.: 0351 – 8955 0 / E-Mail: kontakt@schloss-wackerbarth.de

Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmittels

Das Weingut Schloss Wackerbarth erreichen Sie mit der Straßenbahnlinie 4 in Richtung Weinböhla, Haltestelle „Schloss Wackerbarth“ sowie mit der S-Bahn S1 bis zur Station „Radebeul West“. Vom Bahnhof dauert es ca. 15 Minuten. Kostenlose Parkplätze stehen den Besuchern vor dem Schloss Wackerbarth zur Verfügung.

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