Heidenschanze Dresden – Perfekt für Picknicks und Familienspaziergänge

Der alte Steinbruch Dresden-Coschütz hat seinen Namen von einem bronzezeitlichen Wall. Die Heidenschanze liegt oberhalb der Weißeritz im Plauenschen Grund und ist heute ein beliebtes Wanderziel. Wenige Meter unterhalb der Heidenschanze überquert eine Autobahnbrücke den Plauenschen Grund, der die beiden Tunnel Dresden-Dölzschen & -Coschütz verbindet. Nur wenige Schritte von der heutigen Heidenschanze entfernt sind im Wald Spuren des Sandsteinbruchs zu sehen. Das vom Dickicht eingedrungene Gebiet wird als Naturdenkmal ausgewiesen. Ausgrabungen sind daher nicht angebracht. Das Profil ist noch an vielen Stellen zu sehen – vorzugsweise in der kalten Jahreszeit.

Ausflugsziel Heidenschanze

Felsen an der Heidenschanze in Dresden-Coschütz, Juni 2014
Von SchiDDEigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

Die Heidenschanze, ein in das Weißeritztal hineinragender Bergsporn, dessen Plateau mehr als 70 m hoch über dem Fluss liegt, gewährt einen weiten Ausblick über den Plauenschen Grund und Dresden, bei guter Sicht auch bis zur Sächsischen Schweiz und zum Tharandter Wald. Auf dem Felssporn liegt ein herrliches Plateau mit prächtigen Wiesen und einem kleinen Waldabschnitt und einer romantischen Wiese für Sonnenanbeter. Kurz hinter dieser Wiese befindet sich der alte Steinbruch, somit kann man von hier aus eine wunderbare Sicht genießen.

Was viele Besucher dieser Region gefällt: Die Wiesen sind fast immer lehr, da dieser schöne Platz von Dresden vielen nicht bekannt ist. Hier findet man ab und an mal ein paar Coschützer, die einen Abendspaziergang unternehmen oder mit ihrem Hund raus gehen. Wir haben hier schon viele schöne Tage mit einem Picknickkorb und einer Decke verbracht.

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Von KvelldulfEigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Link

Gastronomie an der Heidenschanze

Coschütz bietet nur wenige Einkaufszentren. In der Karlsruher Straße gibt es ein paar kleine Läden. Coschütz ist bekannt für seine traditionellen Restaurants wie den “Gasthof Coschütz” am alten Dorfplatz und die Feldschlösschen Brauerei. Auf dem Hohen Stein gibt es eine Bäckerei und in der Coschützer Straße die berühmte Pralinenherz-Konditorei.

Gasthof Coschütz

Der berühmte Gasthof Coschütz bietet Hausmannskost mit einer großen Auswahl an Hausspezialitäten, herzhaftem Fleisch, Fisch- und Wildgerichten sowie einer Vielzahl von Vorspeisen und Salaten. Das Restaurant bietet Platz für alle Arten von Feiern mit rund 45 Sitzplätzen.

Homepage vom Gasthof Coschütz

Hotel an der Heidenschanze

Partyraum Dresden

Sie suchen in Dresden einen geeigneten Partyraum für Ihre Hochzeitsfeier, Geburtstagsfeier, Party oder sonstige Veranstaltung? Mit dem Partyraum an der Heidenschanze in Dresden, direkt neben der Sprengschule und dem Hotel an der Heidenschanze haben Sie die richtige Location gefunden um abgeschieden und in Ruhe Ihre Feier zu genießen.

Homepage des Partyraums 

Sprengschule

Die Sprengschule Dresden ist eine Bildungseinrichtung für die Bereiche Sprengtechnik, Pyrotechnik, Kampfmittelbeseitigung, Transport gefährlicher Güter, Umgang mit Gefahrenstoffen, Bautechnik und Ansprechpartner für Behörden und Institutionen im In- und Ausland. Seit 1971/1972 ist der Sitz der Sprengschule auf der Heidenschanze 6-8 im Süden von Dresden. In den folgenden Jahren entstehen ein Übungsplatz sowie Gebäude für die Unterbringung und Verpflegung der Seminar und Lehrgangsteilnehmer.

Homepage der Sprengschule Dresden

Die Vergangenheit der Heidenschanze

Das Gebiet der Heidenschanze, ein Bergaufschluss 75 Meter über dem Plauenschen Grund, war bereits um 1200 v. Es ist eine der ältesten bekannten Siedlungen in der Region Dresden. Die erste Siedlung wurde wahrscheinlich in der Bronzezeit von den Illyrern gehalten, die die strategisch günstige Lage 75 Meter über dem Weißeritztal als Lebensraum nutzten. Der Schlosskomplex wurde nicht nur zu Verteidigungszwecken genutzt, sondern war auch ein wichtiges Wirtschaftszentrum für die Bevölkerung. Bei Ausgrabungen wurden Reste von Gebäuden, Pfeilspitzen und Alltagsgegenständen auf dem Gelände entdeckt. Hier befand sich auch eine der vier in Sachsen nachprüfbaren Bronzegießereien aus der illyrischen Zeit.

Mit dem Vormarsch der germanischen Stämme um 500 v. Chr. verließen die alten Bewohner die Befestigungen und zündeten sie wahrscheinlich an. Der Legende nach befinden sich in den eingestürzten Kellern des Schlosses sieben silberne Särge mit den Überresten wohlhabender Bewohner, die die Heidenschanze später zum Ziel für Schatzgräber machten.

Erst im 6./7. Jahrhundert nahmen die slawischen Stämme die alte Burgmauer in Besitz und nutzten sie für die nächsten 500 Jahre als Zufluchtsort. Während der deutschen Expansion nach Osten wurde die Kolonie von Soldaten Heinrichs I. erobert, die die Slawen von diesem strategisch wichtigen Punkt aus vertrieben. Vermutlich diente die Heidenschanze noch bis zum Ende des 11. Jahrhunderts als Verteidigungsposten und wurde erst dann in Kriegshandlungen zerstört oder von den Einheimischen endgültig aufgegeben. Bis zum 18. Jahrhundert hieß es Coschützer Burgberg oder Coschützer Schanze, bevor der Name Heidenschanze erstmals 1878 auftauchte.

Im 19. Jahrhundert fiel ein Teil des Schlossparks dem Steinbruch zum Opfer. Der Rest des Walles, der ursprünglich 5 Meter hoch war und die Burg mit einem Durchmesser von etwa 200 Metern umgab, ist heute ein historisches Denkmal. 1865 fand auf dem Gelände der Heidenschanze im Rahmen des 1. Festivals des Verbandes Deutscher Sänger eine Veranstaltung statt. Ein Jahr zuvor hatte die wissenschaftliche Gesellschaft ISIS den Berg als alte Burgmauer identifiziert und in das Interesse der historischen Forschung gestellt.

Systematische archäologische Ausgrabungen fanden zwischen 1933 und 1935 und in jüngerer Zeit 1956/57 statt. Unter anderem wurden Scherben von Gefäßen aus verschiedenen Epochen, Knochen, Reste von verkohlten Körnern, aber auch Kinderspielzeug und alte Münzen entdeckt, was die alte Bedeutung der Stadtmauern belegt.

Fossilien im Gestein der Heidenschanze

Die sichtbare Basis bilden dicke Talussandsteine ​​der Oberhäslich-Formation (Lower Obercenoman; Calycoceras naviculare zone), die am nördlichen Ausgang mit Monzonitkieseln ineinander greifen, von denen einige von beträchtlicher Größe sind. Die Sandsteine ​​sind von Konglomeraten aus dem oberen oberen Cenomans (M. geslinianum-Zone) bedeckt. Dies sind unter anderem überholte und gut gerundete Monzite-Kieselsteine. In den Zwickeln zwischen den Komponenten befindet sich eine Kalksteinmatrix aus sandigen Schalenabfällen (bioklastisches Getreide und Rudsteine) mit einer reichen Flachwasserfauna aus Austern und anderen Muscheln, Schnecken, Schlangen, Korallen und Rudisten. Im oberen Teil der Konglomerate wurde der praeactinocamax belemnite plenus gefunden.

Auf dem unbefestigten Weg am Hang der Bienertmühle erreichen Sie nach einigen hundert Metern die geschützten Muschelfelsen. In den isolierten Blöcken sind deutlich viele sehr dichte Schalenreste (Glycimeris obsoletum) zu sehen. Diese Sandsteine ​​gehören stratigraphisch zur Basis der Oberhäslich-Formation.

Wo ist die Heidenschanze und wie komme ich hin?

Mit der Routenplanung von GoogleMaps finden Sie schnell und sicher die Heidenschanze.

Lost Place – Alte Weizenmühle

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Von Jörg BlobeltEigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Link

Die aktuelle Geschichte des Standortes der Mühle reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück. Die Pulvermühlen waren hier bereits 1770 aktiv. 1830 wurde das Unternehmen umgebaut und das Ganze fungierte an seinem heutigen Standort als Mühle. Dies sollte hauptsächlich die Bedürfnisse der Dresdner Garnison abdecken. Die Brüder Braune erwarben vom Kriegsministerium die Garnisonsmühle am Südhang der Heidenschanze und gründeten mit dem Neubau die König-Friedrich-August-Mühlenwerke. 1910 wurde die König-Friedrich-August-Mühlenwerke AG gegründet, die weiterhin alle Mühlen der Brüder Braune in Dölzschen und Dresden-Coschütz betrieb. 1917 wurden das Gelände und der 30 Meter hohe Siloturm einschließlich der Gebäudeformation erweitert.

In den Jahren 1936 bis 1945 wurden Teile des Gebäudekomplexes als Schmieranlage für den Waffenbedarf genutzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann das Konsumgüterunternehmen 1945 mit der Nutzung der Fabrik. Vor der Enteignung wurde das Unternehmen 1946 in die Dölzschner Mühlenwerke AG umgewandelt. Bis zum Ende der DDR war das Unternehmen Teil der Heidenschanze die VEB Getreidewirtschaft Dresden. Nach dem Fall der Mauer wurde das Geschäft geschlossen und Teile des Gebäudes mussten sich selbst überlassen. Im Jahr 2002 verursachte eine Überschwemmung erhebliche Schäden, die 2005 durch einen Brand ergänzt wurden.

Die Ventar Immobilien AG hat die alte Weizenmühle 2010 auf einer Auktion erworben und wollte mit dem Denkmalamt ein Nutzungskonzept entwickeln.

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