Die Weißeritz – Kleiner Fluss in Sachsen, der es in sich hatt!

Die Weißeritz ist ein kleiner Fluss im östlichen Erzgebirge, der bei Dresden in die Elbe mündet. Die Weißeritz ist in der Tat ein Zusammenfluss von zwei Quellflüssen, der Roten Weißeritz und der Wilden Weißeritz, die nur 12 km vor der Mündung in die Elbe, in Freital Hainzberg die Vereinigte Weißeritz bilden.

Die Quellflüße der Weißeritz

Zwischen den Quellen der Weißeritz befindet sich der höchste Berg des ostsächsischen Erzgebirges: der Kahleberg auf 905 m Höhe. Zu seinen Füßen: die Stadt Altenberg, das bekannteste Wintersportgebiet östlich des Erzgebirges. Der Tharandtwald hingegen ist ein beliebtes Wandergebiet. Beliebte Ausflugsziele grenzen an den Weißeritzkreis: Dresden und Sächsische Schweiz.

Die Rote Weißeritz


Von GüterchronistEigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

Viele kleine Quellen und Bäche speisen den Altenberger Stausee. Dies akkumuliert ein Wasservolumen von ca. 1 Million m³ in 777 m Höhe. Ab dem Überlauf wird der kleine Fluss als Rote Weißeritz bezeichnet. Der Bach streift Schellerhau, fließt durch Waldbärenburg, berührt den Kurort Bärenfels und nach ca. 7,5 km erreichet Sie den Kurort Kipsdorf. Es ist die Endstation der Weißeritztalbahn, die von hier nach Freital fährt.

Nach 12 km erreicht die Rote Weißeritz Schmiedeberg. Als nächstes kommen die Städte Obercarsdorf, Ulberndorf und schließlich die Stadt Dippoldiswalde. Von dort wird die Rote Weißeritz von der gleichnamigen Talbahn begleitet. Beim Verlassen der Stadt wird der Fluss über eine Länge von 2,6 km durch die Talsperre Malter aufgestaut. Die Hauptfunktion besteht darin, vor Überschwemmungen zu schützen und kein Trinkwasser bereitzustellen. Daher können Sie in der Talsperre Malter schwimmen und mit dem Ruderboot fahren.

Die Dörfer Seifersdorf und Spechtritz folgen weiter flussabwärts. Dann verengt sich das Tal. Die Rote Weißeritz überquert nun den malerischen Rabenauer Grund. Das Tal erweitert sich bei Freital-Coßmannsdorf. In Freital-Hainsberg mündet die Rote Weißeritz in ihren wilden Schwesterfluss.

Die Wilde Weißeritz


Von EdelmauswaldgeistEigenes Werk, CC0, Link

Die Wilde Weißeritz erhebt sich nördlich des Stürmer-Gebirges in Böhmen bei rd. 820m über dem Meeresspiegel. Die Wilde Weißeritz erreicht als erstes das Dorf und das Skigebiet Rehefeld-Zaunhaus. Dann geht es durch Seyde und Schönfeld. Zwischen Hartmannsdorf und Hennersdorf wird die Wilde Weißeritz durch den Staudamm Lehnmühle aufgestaut.

Dann wird das Tal von steilen Klippen begrenzt. Die Ähnlichkeit mit der sächsischen Schweiz gab der Region den Namen Hartmannsdorfer Schweiz. Nach nur 7,5 km ist die Wilde Weißeritz wieder geschlossen. Unterhalb der Talsperre in Klingenberg ist die Wilde Weißeritz erneut in die Landschaft versunken. Während die Landwirtschaft hauptsächlich auf den umliegenden Hochebenen betrieben wird, sind die steilen Hänge des Flusses mit herrlichen Wäldern bewachsen. Angrenzend liegen die Dörfer Klingenberg, Obercunnersdorf und Dorfhain. Dann durchquert die Wilde Weißeritz den Tharandterwald und erreicht schließlich die Stadt Tharandt. Vom Stadtzentrum sind es nur 3,25 km bis zum Zusammenfluss mit der Roten Schwester in Freital-Hainsberg.

Die Wilde Weißeritz legte mit 52 km eine viel längere Strecke (+ 16 km) zurück. Dies liegt daran, dass es sich 5 km südlich erhebt und in einem großen Bogen durch den Tharandt-Wald fließt. Die Täler sind jedoch durchschnittlich nur 5 km voneinander entfernt. Die Flüsse haben den größten Abstand zwischen den Staudämmen Klingenberg und Malter, die ungefähr gleich hoch sind (8,5 km).

Die Vereinigte Weißeritz


Von de:Benutzer:VBurg – Photo taken by VBurg, CC BY-SA 3.0, Link

Die Weißeritz, auch Vereinigte Weißeritz genannt, ist ein 13,7 km langer Nebenfluss der Elbe in Sachsen. Zusammen mit dem längsten Quellfluss “Wilde Weißeritz” ist er 61 km lang. Die Vereinigte Weißeritz entspringt bei Freital-Hainsberg aus den beiden Quellflüssen Rote Weißeritz und Wilde Weißeritz. Es fließt durch das Döhlener Becken in Freital und mündet dann in den Plauenschen Grund. Am Ende dieses engen Tals verläuft die Weißeritz durch den Dresdner Stadtteil Cotta und mündet von links im Elbtalbecken in die Elbe.

Die Weißeritz in der Geschichte von Dresden

Um 1570 führten die Arbeiten an den Dresdner Befestigungsanlagen zur Verlagerung eines früheren Zweigs der Weißeritz und dessen Zusammenfluss mit der Elbe. Im Verlauf dieser Arbeit verschwand der Mündungsbereich dieses Weißeritz-Arms im damaligen Dresdner Schloss. Die Wasserableitung wurde als Graben geformt und erstreckte sich dann die Elbe hinunter bis zu einer neuen Mündung im Bereich des Ostrageheges bis zu einem Auengebiet namens “Wilde Weisseritz” von Cornelius Gurlitt. Gurlitt beschreibt den als Weißeritzmühlgraben bekannten Kurs auch als “Weisseritz” und verweist auf die Arbeit von Rochus zu Lynar. Der Schwemmkegel der Weißeritz zeichnet sich durch den charakteristischen Kies aus, der auf der rechten Seite unter dem Zwinger zum Schlosskomplex verläuft und sich am rechten Rand bis nach Friedrichstadt erstreckt. Im 19. Jahrhundert floss die Weißeritz knapp unterhalb der Dresdner Innenstadt (etwa an der Stelle der heutigen Marienbrücke) in Richtung Elbe. Die Mündung der Weißeritz wurde verlegt, um Bauland zu gewinnen und als Vorarbeiten für den Ausbau der Eisenbahnverbindung zwischen dem Dresdner Hauptbahnhof und dem Bahnhof Dresden-Neustadt. Der letzte Teil des unteren Abschnitts ist ein Kanal entlang der Emerich Ambros Ufers. Bis 1937 teilte der Weißeritzmühlgraben an der Grenze zwischen Plauen und Löbtau erhebliche Wassermengen.

Überschwemmung im Jahr 2002


Von Jörg BlobeltEigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Link

Während der Überschwemmungen von 2002 suchte die Dresdner Weißeritz erneut ihren alten Flusslauf und überflutete die Stadtteile Plauen, Löbtau, Friedrichstadt , Altstadt und Hauptbahnhof zwischen Kanal und Elbe. Während des gesamten Verlaufs der Roten Weißeritz von Altenberg nach Freital und der Wilden Weißeritz in Tharandt und Freital sowie die Vereinigte Weißeritz von Freital nach Dresden verursachte die Flut erhebliche Schäden.

Die Weißeritz und der Wassersport


Von Nightflyer (talk) 20:22, 25 March 2013 (UTC) – Eigener Scan, Gemeinfrei, Link

Im Juni 1961 wurden auf der Roten Weißeritz, im Rabenauer Grund von Seifersdorf bis Freital, die Weltmeisterschaften im Wildwasserrennsport und Kanuslalom ausgetragen. Für genügend Wasser im Fluss wurde durch den Ablass der Talsperre Malter gesorgt. Die Wettkämpfe sahen 30.000 bis 40.000 Zuschauer.

Interessant für Angler – Wie ist der Fischbestand

Ohne die durch Fischereivereine durchgeführten bestandsschützenden Maßnahmen und die durchgeführten Gewässerrenaturierungen wären heute viele Fischarten noch viel stärker bedroht oder bereits verschwunden. Wir empfehlen daher sich strikt an die Schonzeiten und Mindestmaße zu halten.

Folgende Fische sind in den Flüssen und Talsperren anzutreffen:

Aal, Aitel, Döbel, Aland, Äsche, Bachforelle, Bachneunauge, Bachsaibling, Bachschmerle, Barbe, Bitterling, Brachse, Dreistachliger Stichling, Elritze, Frauennerfling, Giebel, Graskarpfen, Gründling, Güster, Hasel, Hecht, Huchen, Karausche, Karpfen, Kaulbarsch, Laube, Mairenke, Moderlieschen, Mühlkoppe, Nase, Nerfling, Perlfisch, Rapfen, Regenbogenforelle, Renke, Rotauge, Rotfeder, Rußnase, Rutte, Schlammpeitzger, Schleie, Schneider, Schrätzer, Steinbeißer, Streber, Strömer, Wels, Zander, Zingel.

Pin It on Pinterest