Führungen und Touren zur Frauenkirche Dresden

Anschrift Frauenkirche Dresden

Frauenkirche Dresden
Neumarkt
01067 Dresden

Öffnungszeiten Frauenkirche Dresden

Die Kirche ist geöffnet von Montag bis Freitag 9:00 bis 18:00 Uhr und Samstags von 9:00 bis 19:00 Uhr. Der Eintritt an sich ist frei (aber eine Spende gern gesehen). 

Frauenkirche Dresden im Internet

Preise für Eintrittskarten (Frauenkirche Dresden) an der Kasse

  • Der Aufstieg in die Kuppel kostet allerdings 8 EUR pro Person.

Alle Angaben über Preise und Öffnungszeiten ohne Gewähr!

Kurze Info über die Frauenkirche Dresden

Die Höhe der Frauenkirche beträgt 95 Meter bis zur Spitze des Kreuzes, ihr Name stammt von “Frau” – der Mutter Gottes. Die von 1726 bis 1734 unter der Leitung von George Bähr erbaute Frauenkirche gilt als die bedeutendste protestantische Barockkirche Deutschlands. Die mächtige freistehende Sandsteinkuppel der Frauenkirche ist die größte Steinkuppel nördlich der Alpen.

Das Heiligtum der Frauenkirche wurde 1733-39 von Johann Christian Feige d. Ä. Erbaut. A. und Benjamin Thomae, ausgestattet mit festlichen barocken Altarbildern, wurde die Kuppel von Johann Baptist Grone gemalt. Die Einweihung der von Gottfried Silbermann geschaffenen Orgel erfolgte 1736 unter Johann Sebastian Bach.

Das Innere der Frauenkirche, die Platz für über 1.600 Personen bot und über vier Galerieböden verfügte, entsprach im Design modernen Vorstellungen des damaligen protestantischen Kirchenbaus. Ein zentraler Saal mit der Predigt als Hauptaufgabe diente dazu, die Gemeinde zusammenzubringen. Die Anordnung von Altar, Kanzel und Orgel sollte sich zum Kanzelaltar vereinigen.

Angebote der Frauenkirche Dresden

Während der offenen Kirche können der Kirchenraum und die untere Kirche besichtigt werden. Die Galerien sind nicht frei zugänglich. Um die Frauenkirche kennenzulernen, haben Sie während der offenen Kirche verschiedene Möglichkeiten:

Freiwillige Gemeindeleiter stehen zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Sie wissen auch, ob Sie spontan an einer Führung teilnehmen können. Audioguides können gegen eine geringe Gebühr ausgeliehen werden. Verschiedene Materialien, von Kirchenführern für Kinder bis hin zu detaillierten Broschüren, sind verfügbar. Die untere Kirche als Raum der Stille ist der persönlichen Hingabe und dem Gebet vorbehalten. Normalerweise ist es während der offenen Kirche zugänglich. Eine kleine Ausstellung in der Außenstruktur informiert über die Zerstörung und den Wiederaufbau der Frauenkirche.

Gottesdienste in der Frauenkirche Dresden

Die Frauenkirche ist natürlich vor allem ein Ort der Anbetung, an dem täglich Gebete und Gottesdienste stattfinden. Zu diesem Zweck wurden zwei Pastoren in diese Kirche berufen. Andere Ereignisse sind im Allgemeinen diesem Arbeitszyklus untergeordnet. Eine Spezialität sind monatliche anglikanische Gottesdienste, die auch in englischer Sprache abgehalten werden.

Veranstaltungen und Konzerte in der Frauenkirche Dresden

In der Dresdner Frauenkirche, deren Akustik sich besonders für Renaissance-, Barock- und Vokalmusik eignet, gibt es eine lebhafte Konzertaktivität. Zum einen werden die beiden eigenen Chöre und das eigene Ensemble eingesetzt. Andererseits sind international renommierte Solisten sowie renommierte Orchester und Chöre sehr häufig eingeladen. Die Frauenkirche bietet an Sonn- und Feiertagen pro Jahr insgesamt rund 60 Konzerte, 40 Orgelabende und 20 geistliche Musik.

Das Musikinstrument der Zentralkirche – die Orgel – wird natürlich auch oft in der Frauenkirche in Dresden gespielt. Das Originalinstrument war eine Orgel des berühmten Orgelbauers Gottfried Silbermann, auf der auch Johann Sebastian Bach spielte. Leider wurde es 1945 komplett zerstört, so dass ein komplett neues Gebäude benötigt wurde. Dies wurde vom Orgelbauer Kern aus Straßburg, Frankreich, geschaffen. Die neue Orgel mit ihren fast 5.000 Pfeifen befindet sich – eine weitere Besonderheit – über dem Altar und nicht wie üblich vor dem Altar.

Das zentrale Organ der Frauenkirche wird natürlich häufig während des Gottesdienstes benutzt. Sie können sie auch jeden Tag der Woche (Montag bis Samstag) mittags während des Orgelgottesdienstes hören. Es ist auch Gegenstand zahlreicher Konzerte und wird auch in verschiedenen Orgelzyklen eingesetzt. Es besteht eine regelmäßige Zusammenarbeit mit den Organisten der beiden anderen großen Kirchen in der Innenstadt, nämlich der Kreuzkirche und des Doms (besser bekannt als katholische Hofkirche in Dresden).

Ein herrlicher Kontrast zum nahe gelegenen Striezelmarkt mit all seiner Hektik wird durch die Orgelabendmusik bei Kerzenschein am Adventssonntag um 21 Uhr geschaffen. Neben diesen Konzerten, die hauptsächlich für Erwachsene, Kinder und Jugendliche gedacht sind, werden auch berücksichtigt. Familienkonzerte, das sogenannte „Musikklassenzimmer“ und „Diskussionskonzerte für junge Leute“ richten sich an sie.

Video über die Frauenkirche Dresden

Anfahrt zur Frauenkirche Dresden

Per Öffentlichem Personennahverkehr

Die Frauenkirche ist mit Bus und Straßenbahn sehr gut erreichbar.
Die nächstgelegenen Haltestellen sind:

  • „Altmarkt“ der Straßenbahnlinien 1, 2, 4
  • „Pirnaischer Platz“ der Straßenbahnlinien 1, 2, 3, 4, 7, 12 und der Buslinien 62, 75

Von jeder Haltestelle sind es nur wenige Minuten zu Fuß.
Achten Sie auf aktuelle Linienänderungen der Dresdner Verkehrsbetriebe AG.
Die nächstliegende S-Bahn-Station ist Dresden Mitte.
Der Hauptbahnhof liegt 20 Gehminuten entfernt.

Per Auto

Der Neumarkt ist eine verkehrsberuhigte Zone, auf dem es mit Ausnahme einiger Behindertenstellplätze keine Parkmöglichkeiten gibt. In der näheren Umgebung gibt es jedoch kostenpflichtige Parkhäuser und Freiluftparkplätze.

Hier können Sie in der Nähe der Frauenkirche Dresden übernachten

Weitere Aktivitäten

Kurzer Einblick in die Geschichte der Frauenkirche Dresden

Luftbild Frauenkirche Dresden 2014-03-29 - 2

Frauenkirche – der Bau

1722 begann Ratszimmermeister George Bähr, auf Grundlage eines nicht genehmigten Entwurfes des Oberlandbaumeisters Johann Christoph Knöffel, mit den Planungen. Die Grundsteinlegung erfolgte am 26. August 1726. Der Bau der Frauenkirche dauerte bis 1734. Heftige Streitereien zwischen Bausachverständigen veranlassten den Rat zwischendurch die Arbeiten zu unterbrechen. August der Starke, Kurfürst von Sachsen, entschied für den Weiterbau nach Bährs Konzept. 1738 starb George Bähr noch vor Vollendung seines Werkes.
Er wurde nicht in der Frauenkirche, wie es sein Wunsch war, sondern auf dem Johannisfriedhof beigesetzt. Erst 1854 wurden seine sterblichen Überreste überführt. Am 27. Mai 1743 erfolgte die Aufsetzung des Turmkreuzes.

1760, während des 7-jährigen Krieges, überstand die Frauenkirche trotz mehrerer Treffer die Beschießung bei der Belagerung Dresdens durch die Preußen.

Statische Untersuchungen von 1938 weisen Bährs Irrtum nach, dass sich die Last der Steinkuppel auf die Außenmauern der Frauenkirche verteilt. Die Last lag auf den Pfeilern und war um ein vielfaches zu hoch. Mehrere Sicherungsarbeiten wurden notwendig.

Frauenkirche – die Zerstörung

Die Frauenkirche überlebte den Bombenanschlag auf Dresden am 13. Februar 1945 ohne größere Schäden. Die fliegenden Funken aus der brennenden Stadt drangen in die zerbrochenen Fenster ein und zündeten das Innere an. Das Feuer breitete sich auf die Katakomben der Frauenkirche aus, in denen kürzlich ein großes Filmarchiv aufbewahrt worden war. Das Material fing sehr schnell Feuer, die Filmboxen lösten eine enorme Hitze aus, die die Frauenkirche von innen verbrannte. Am Morgen des 15. Februar 1945, zwei Tage nach dem Anschlag, brach die Frauenkirche zusammen.

Frauenkirche – der Wiederaufbau

Nach dem Krieg wurden die Ruinen der Frauenkirche als Denkmal für Zehntausende von Bombenopfern angesehen. Am 13. Februar 1990, dem 45. Jahrestag des Angriffs, wurde eine Bürgerinitiative für den Wiederaufbau gegründet. Im Januar 1993 begann die archäologische Ausgrabung, am 27. Mai 1994 begann die symbolische Grundsteinlegung für den archäologischen Wiederaufbau der Frauenkirche, die mit der Einweihung am 30. Oktober 2005 endete.